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Burgen am Mittelrhein
07.06.2017 - Tourismus

Runder Turm Andernach, C. Maurer

 

          

   

     

  

 

 

SagenHaft/Wehrhaft

„Wehrhafte“ Burgen entlang des Romantischen Rheins lassen Geschichte aufleben

(rrt) Der Romantische Rhein zwischen dem Rolandsbogen in Remagen und dem Mäuseturm in Bingen hat neben der landschaftlichen Schönheit eine einzigartige Burgendichte zu bieten. Über 60 Burgen, Schlösser und Ruinen verdeutlichen die geschichtliche Bedeutung des Mittelrheintals. Viele der Burgen hatten neben einer repräsentativen vor allem auch eine wehrhafte Funktion, so dienten sie als Grenzbefestigung und Absicherung gegen benachbarte Erzbistümer und Kurfürstentümer. Einige dieser wehrhaften Anlagen sind heute zichtigen und bieten verschiedene Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen.

 

Der mittelalterliche Rundturm Strunk in Lorch wurde 1567 erbaut und diente zur Verteidigung der Wispermündung und gleichzeitig als Gefängnis. In den Jahren 2005 und 2006 wurde der Turm komplett restauriert und steht heute der Öffentlichkeit zur Verfügung. Im ersten Geschoss befindet sich ein Trauzimmer und von der Plattform bietet sich ein herrlicher Rundumblick über die Lorcher Altstadt, den Rhein und die Weinberge. Der Strunk kann bei der Touristinformation Lorch für Veranstaltungen und Besichtigungen angefragt werden.

Die Burg Altwied bei Neuwied steht auf einem schmalen Felsgrat und ist von drei Seiten von der Wied umflossen. Gemeinsam mit dem Ort bildete die Burg eine Einheit und besaß eine zusammenhängende Wehrmauer. Die Burg selbst, zeit ihres Bestehens niemals umkämpft, erobert oder gar zerstört, wurde bis 1690 von Mitgliedern der Grafenfamilie zu Wied bewohnt und geriet danach in Verfall. Um 1880 ließ der Fürst zu Wied einige Räume und einen der beiden ehemaligen Bastionstürme wieder herrichten. Heute ist die bequem zu erreichende Burg ein gern gesehenes Ausflugsziel, die einige Veranstaltungen bereithält: Im August wird ein Sommertheater auf der Freien Bühne aufgeführt und im Dezember verwandelt sich das Gelände der Burg in einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt.

Im Jahre 1245 ließ Graf Diether V. von Katzenelnbogen zum Schutz des St. Goarer Zolles die Burg Rheinfels errichten und baute sie in kurzer Zeit zu einer der stärksten Burganlagen im Mittelrheingebiet aus. Durch den Bau der Burg Neukatzenelnbogen (heute Burg “Katz”) auf der anderen Rheinseite im 14. Jahrhundert wurde die Bedeutung der Rheinfels noch erhöht, da die Grafen nun eine wirksame Rheintalsperre ausüben konnten. Während des Dreißigjährigen Krieges und des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde die Rheinfels erfolglos belagert und nicht zerstört. Erst 1794 wurde sie kampflos der französischen Revolutionsarmee übergeben und 1796/97 gesprengt. Besucher können heute die Ruinenanlage und das teilweise begehbare Gewirr an Wehr- und unterirdischen Minengängen besichtigen. Neben individuellen Besichtigungen und öffentlichen Führungen, gibt es auf Burg Rheinfels spezielle Angebote wie Laternenführungen, musikalische Führungen und Führungen mit der Dienstmagd oder Graf Diether.

Andernach blickt auf eine über 2000-jährige Stadtgeschichte zurück und hat auch heute noch so manch historische Sehenswürdigkeit zu bieten. Während der Stadtführung „Die wehrhafte Stadt“ wird die in großen Teilen erhaltene mittelalterliche Stadtbefestigung näher gebracht. Die Stadtmauer, Stadtburg, Wassergraben, Türme und Tore, sowie ein Aufstieg auf den 56 Meter hohen „Runden Turm“, dem höchsten Wehrturm am Rhein, sind in der Führung enthalten. Diese Führung wird unter dem Namen „Alte Mauern – neu entdeckt“ kindgerecht aufbereitet und eignet sich hervorragend für Kindergruppen und Schulklassen.

Einer der größten Festungskomplexe des 19. Jahrhunderts ist die Festung Koblenz und Ehrenbreitstein, die sich aus der Festung Ehrenbreitstein, dem Fort Konstantin, Fort Asterstein, Feste Kaiser Franz und der Neuendorfer Fleche zusammensetzt. 2017 feiert die Stadt Koblenz das 200-jährige Jubiläum zur Grundsteinlegung des Festungskomplexes mit spannenden Veranstaltungen in den Festungsteilen.

Die Burg Lahneck in Lahnstein wurde ab 1232 erbaut, um die äußere Grenze des Kurfürstentum Mainz zu sichern. Oberlahnstein gehörte zur damaligen Zeit zum Kurfürstentum Mainz und Niederlahnstein gehörte zu Trier, wobei die Lahn die natürliche Grenze darstellte. Bei den beliebten „Kerzenführungen“ können die Gäste heute die mit Kerzenlicht illuminierte Burg erkunden.

Weitere Informationen:

Romantischer Rhein Tourismus GmbH

An der Königsbach 8, 56075 Koblenz

Tel. +49 (0) 261-97 38 47-0, info@‎romantischer-rhein.de

www.romantischer-rhein.de

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