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Ca. 10 km von Koblenz entfernt – gut erreichbar mit Bus, Bahn oder auch per Schiff – liegt im romantischen Rheintal das historische Städtchen Rhens. Lassen Sie sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit entführen und besuchen Sie den erstmals im Jahre 1398 erwähnten Königsstuhl auf dem im Jahre 1400 als erster König Ruprecht von der Pfalz gewählt wurde. Auf Grund der Ansiedlung des Rhenser Mineralbrunnens wurde der Königsstuhl im Jahre 1929 von seinem ursprünglichen Standort – den heutigen Rhenser Rheinanlagen – entfernt und oberhalb von Rhens (in Richtung Waldesch) wiederaufgebaut. Dort ist dieser Zeitzeuge heute jederzeit zu besichtigen und dient gleichzeitig als wunderbarer Aussichtspunkt über das Rheintal.

Die Stadtmauer mit den 5 Toren (Kirchtor, Viehtor, Koblenzer Tor, Joseftor und Rheintor) ist zu einem beträchtlichen Teil noch heute erhalten. Der markanteste Teil der Stadtmauer ist der „Scharfe Turm“ am Rhein. Einst diente er als Späh- und Zollturm, später war er Gefängnis und Folterkammer.

Derzeit befindet sich eine Dauerausstellung der „Kaiser-Ruprecht-Bruderschaft“ innerhalb des Turmes.
Nähere Informationen bzw. Führungstermine erhalten Sie unter Telefon: 02628/8659.

Bei einem Besuch in Rhens sollten Sie es nicht versäumen, die „Dionysiuskirche“ mit spätromanischen und gotischen Bausubstanzen sowie wunderschönen Deckenmalereien zu besuchen.

Weiterhin bieten eine Vielzahl gut erhaltener Fachwerkhäuser – wie z.B. das „Alte Rathaus“, das Haus „In dem Marienbiltgen“ das „Deutsche Haus“ – einen Blick in die Vergangenheit.

Nähere Informationen zu der Stadtgeschichte erhalten Sie in der Tourist-Info der Verbandsgemeinde Rhens, Telefon: 02628/9605-56. Bei Interesse erhalten Sie hier u. a. die Broschüre „Historischer Streifzug durch Rhens“.

In der ca. 3 km rheinaufwärts von Rhens gelegene Ortsgemeinde Brey ist noch heute ein bedeutsames Bodendenkmal aus der römischen Zeit erhalten – es handelt sich um eine römische Wasserleitung. Im Ortskern befinden sich noch viele gut erhaltene Fachwerkhäuser.

Ein Stück weiter rheinaufwärts ist die Ortsgemeinde Spay angesiedelt. Besonders erwähnenswert ist die überwiegend aus Fachwerkhäusern bestehende Rheinpromenade, von welcher man einen herrlichen Blick auf die gegenüberliegende Marksburg hat. Des Weiteren lädt auch hier der historische Ortskern zu einem ausgedehnten Rundgang ein. Am Ortsausgang in Richtung Boppard befindet sich die kulturhistorisch bedeutende Peterskapelle mit einladenden Außenanlagen.

Dort, wo sich die nördlichen Ausläufer des Hunsrücks in das Rhein-Mosel-Dreieck hinein schieben, liegt die Ortsgemeinde Waldesch, umgeben von den ausgedehnten Koblenzer, Rhenser, Bopparder und Dieblicher Waldungen. Diese naturnahe Lage macht Waldesch zu einem attraktiven Ausgangspunkt für Wanderungen auf den zahlreichen Wanderwegen.
In der Nähe des Ortes, im Flurdistrikt „Lehnung“, soll eine bedeutende Herberge für durchziehende römische Kaufleute und Legionäre bestanden haben und Spuren römischer Siedlungen (Landhäuser-villae rusticae-Merkurtempel) findet man in unmittelbarer Nachbarschaft im Koblenzer Stadtwald.